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„Tue Gutes und rede darüber“

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Gesundheitsmanagement-AOK-BGF-GesundheitspreisDie AOK Rheinland/Hamburg und ihr Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung zeichnen das Seniorenzentrum Haus Maria Frieden für ihr vorbildliches Gesundheitsmanagement mit dem AOK/BGF-Gesundheitspreis aus.

„Tue Gutes und rede darüber“ – unter diesem Motto steht die Auszeichnung der BGF-Gesundheitspreisträger. Seit Jahrzehnten unterstützt die AOK Rheinland/Hamburg Ihre Mitgliedsunternehmen bei der betrieblichen Gesundheitsförderung. Dabei geht es gleichermaßen darum, die Gesundheit der Beschäftigten zu stärken als auch krankheitsbedingte Fehlzeiten zu verringern und somit die Produktivität der Unternehmen zu verbessern.

Die besonders positiven Beispiele von Projekten zur betrieblichen Gesundheitsförderung werden jährlich mit dem Gesundheitspreis der AOK Rheinland/Hamburg und ihres BGF-Instituts ausgezeichnet. Der Preis besteht aus einem Geldbetrag, einer Urkunde und einer Statue. Die Jury, die aus dem Institutsbeirat des Instituts besteht, hat 2012 das Seniorenzentrum Haus Maria Frieden in Jüchen zum Preisträger erkoren.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde konnte jetzt der Preis an das Seniorenzentrum übergeben werden. Einrichtungsleiter Richard Sachse erhielt die Auszeichnungen aus den Händen von Rolf Buchwitz, Mitglied des Vorstandes der AOK Rheinland/Hamburg, Dr. Julia Schröder, Geschäftsführerin des Instituts für Betriebliche Gesundheitsförderung und Marion Schröder, AOK-Regionaldirektorin.


In seiner Laudatio bezeichnete Rolf Buchwitz das Seniorenzentrum als einen würdigen Preisträger. „Ich bin beeindruckt davon, wie nachhaltig und langfristig positiv sich das Engagement bei der Belegschaft des Seniorenzentrums ausgewirkt hat“, betonte Rolf Buchwitz.

Das 1971 gegründete Seniorenzentrum hat zurzeit 128 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit der Betreuung und Versorgung der Senioren unterschiedlichster Pflegebedürftigkeit betraut sind.
Vor dem Hintergrund hoher Krankenstände, Lohnfortzahlungskosten und Überstunden fand bereits 2003 der erste Kontakt zum Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung statt. Für die Einrichtungsleitung stand zu diesem Zeitpunkt fest, sich aktiv für die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu engagieren. Mit der AOK Rheinland/Hamburg und dem BGF-Institut hatten sie einen kompetenten Ansprechpartner gefunden.

Was zunächst in kleinen Schritten begann - Präsentation der Arbeitsunfähigkeitsdaten, Arbeitssituationsanalyse, Einführung des Nichtraucherschutzes - entwickelte sich mit den Jahren zu einem vorbildlichen Gesundheitsmanage-ment. „Ein solches Vorhaben gelingt nicht von heute auf morgen und führt nur zum Erfolg, wenn die Belegschaft mit im „Boot sitzt“. Aus Betroffenen werden Beteiligte, denen man das Gefühl gibt, dass ihre Fragen und Themen ernst genommen werden, erklärte Richard Sachse.
Die Experten vom BGF-Institut und der AOK haben zunächst Motivationsgespräche geführt, Arbeitsplätze analysiert und adäquate Maßnahmen empfohlen. Daraus bildeten sich Gesundheitszirkel und es kam zu einer Mitarbeiterbefragung, an der sich eine große Mehrheit der Belegschaft beteiligte.
Neben individuellen Angeboten, wie Rückenschule, Ernährungsberatung und ein spezielles Hebe- und Tragetraining, wurde eine flexible Arbeitszeit eingeführt und drei zusätzliche Tage Urlaub, die als Gesundheitstage genutzt werden.     

„Der Erfolg lässt sich auch an Zahlen belegen. Im Jahre 2010 sank der Krankenstand von 10,46 Prozent auf 5,87 Prozent. Gleichzeitig konnten 1.587 Überstunden abgebaut werden,“ erklärt Richard Sachse.


Das Projekt hat also nicht nur zu mehr Gesundheit geführt, sondern zusätzlich für erhebliche ökonomische Effekte gesorgt.

„Dieser Preis hat für uns einen hohen Stellenwert. Wir empfinden diese Auszeichnung als Anerkennung und Bestätigung. Außerdem sind die Mitarbeiter sehr stolz auf ihr eigenes Projekt. Das beweist, dass sie sich noch stärker mit dem Unternehmen identifizieren und mit größerer Motivation zur Arbeit kommen,“ betonte Richard Sachse.